spikes-kaufen.com
Schuhe, Spikes, Wettkampf- und Trainings- Zubehör sowie Tipps und Tricks

Sprint im Detail

Als Sprint oder Kurzstreckenlauf bezeichnet man in der Leichtathletik Läufe, in denen es auf das Zurücklegen einer Strecke in möglichst kurzer Zeit ankommt, jene Disziplinen, in denen die größtmöglichen Geschwindigkeiten erzielt werden können.

Zu der Sprint Disziplin zählen der 100m, 200m sowie 400m Lauf. 

100 Meter Lauf

Der 100-Meter-Lauf ist eine Sprintdisziplin in der Leichtathletik und wird auf einer geraden Strecke ausgetragen, wobei jeder Läufer vom Start bis zum Ziel in seiner eigenen Bahn bleiben muss. Gestartet wird im Tiefstart mit Hilfe von Startblöcken. Bei den Olympischen Sommerspielen ist die 100-Meter-Strecke die kürzeste Sprintdistanz. Die besten Männer erreichen eine Zeit unter 10 Sekunden, die besten Frauen bleiben unter 11 Sekunden. Die Reaktionszeit beim Start wird durch Sensoren in der Startpistole und den Startblöcken gemessen. Eine Reaktionszeit von weniger als 100 Millisekunden gilt als Frühstart. Bis 2003 war ein Frühstart pro Teilnehmer erlaubt, erst der zweite führte zu einer Disqualifikation. Seit 2003 wurde ein Fehlstart dem gesamten Teilnehmerfeld zugerechnet. Da es immer noch zu absichtlichen Frühstarts kam, um die Konzentration der Konkurrenten zu stören, wurde die Regel 2009 nochmals geändert, seitdem führt bereits der erste Frühstart zur Disqualifikation des Teilnehmers.

200 Meter Lauf

Die zweite Sprintdisziplin der Leichtahtletik ist der 200-Meter-Lauf. Dabei wird eine halbe Stadionrunde gelaufen, bei der der Start vor der Kurve liegt. Der Start erfolgt ebenfalls wie bei dem 100m Lauf im Tiefstart mit Startblöcken. Jeder Sportler läuft dabei in seiner eigenen Bahn. Läufe auf gerader Strecke werden nicht in den Rekordlisten berücksichtigt, da in der Vergangenheit eine Reihe von Rekorden auf 600-Meter-Bahnen aufgestellt, die eine gerade 200-Meter-Strecke ohne Kurve aufwiesen. Dies entsprach einem Zeitgewinn von ca. drei bis vier Zehntelsekunden gegenüber der Kurvenstrecke.

400 Meter Lauf

Der 400-Meter-Lauf ist die längste Sprintdisziplin in der Leichtathletik und wird sowohl bei Freiluft- als auch bei Hallenwettkämpfen ausgetragen. Bei Freiluftwettkämpfen legt jeder Läufer die gesamte Distanz in einer eigenen Bahn zurück, wobei diese nicht verlassen werden darf. Bei Hallenwettkämpfen wird nur bis nach der zweiten Kurve (etwa 150 m) in eigenen Bahnen zurückgelegt. Danach dürfen alle Läufer auf die Innenbahn einschneiden und diese bis zum Ziel nutzen. Der Start erfolgt ebenfalls im Tiefstart von Startblöcken und zum Ausgleich der Kurvenlänge der verschiedenen Bahnen versetzt.

Schuhe

Für die Sprintdisziplinen in der Leichtathletik werden Sprint-Spikes* eingesetzt, die speziell für die Laufdisziplinen bis 400m hergestellt werden. Bei Wettkämpfen auf Kunststoffbelag darf der aus Sohle und Absatz herausragende Teil der Spikes nicht länger sein als 9mm*, sofern der Veranstalter/Ausrichter nicht eine kürzere maximale Länge von  6mm* oder weniger festlegt.

Startblöcke

Startblöcke müssen bei allen Läufen bis einschließlich 400m (sowie bei den ersten Teilstrecken der 4x200m und 4x400m) benutzt werden. Bei allen anderen Läufen sind sie nicht zulässig. Kein Teil des Startblocks darf in die Laufstrecke oder in eine andere Einzelbahn hineinragen. Der Startblock* hat dabei den folgenden allgemeinen Spezifikationen zu entsprechen: 

  • Er muss (im individuell eingestellten Zustand) gänzlich unbeweglich sein und darf dem Läufer keinen unfairen Vorteil bieten. 
  • Er muss mit mehreren Stiften oder Dornen so auf der Laufbahn verankert werden können, dass diese möglichst wenig Schaden nimmt. Die Konstruktion muss zudem ein schnelles und leichtes Entfernen des Startblockes ermöglichen. Die Zahl, die Dicke und die Länge der Stifte oder der Dornen sind abhängig von der Beschaffenheit der Laufbahn.
  • Benutzt ein Läufer seinen eigenen Startblock, hat dieser den Spezifikationen in Regel IWR 161.1a und b zu entsprechen. Er kann jede andere Form oder Ausführung haben, vorausgesetzt, er behindert andere Läufer nicht.

Der Start

In Läufen bis einschließlich 400m (einschließlich der ersten Strecke bei 4x200m, 4x400m und Schwedenstaffel) sind ein Tiefstart und die Benutzung von Startblöcken* zwingend vorgeschrieben. Nach dem Kommando »Auf die Plätze« muss der Läufer auf die Startlinie zugehen und vollständig innerhalb seiner zugeteilten Einzelbahn hinter der Startlinie seine Startposition einnehmen. Nach der Einnahme der Startposition darf der Läufer weder die Startlinie noch den Boden davor mit seinen Händen oder seinen Füßen berühren. Dabei müssen beide Hände und mindestens ein Knie Kontakt mit der Laufbahn und beide Füße Kontakt mit den Fußstützen des Startblocks haben. Auf das Kommando »Fertig« muss der Läufer unverzüglich seine endgültige Startstellung einnehmen und dabei den Kontakt der Hände mit der Laufbahn und der Füße mit den Fußstützen beibehalten. Sobald der Starter überzeugt ist, dass alle Wettkämpfer ruhig in ihrer endgültigen Startstellung verharren, ist der Revolver abzufeuern. Im Training wird anstatt des Revolvers auch gerne auf eine Startklappe* zurückgegriffen.